Die DSMZ GmbH ist Europas erste Registrierte Sammlung

Die DSMZ hat alle im öffentlichen Katalog gelisteten biologischen Ressourcen auf ihre Nagoya-Relevanz überprüft. Fällt eine Ressource in den Geltungsbereich des Nagoya-Protokolls, so stehen alle relevanten Dokumente für die Kunden bereits zum Download bereit. Dazu zählen u.a. die Erlaubnis zur Isolierung der Ressource (Prior Informed Consent, PIC), die einvernehmlich festgelegten Bedingungen (Mutually Agreed Terms, MAT) oder das Internationally Recognized Certificate of Compliance (IRCC). Häufig werden diese Dokumente auf Wunsch des Herkunftslandes zusätzlich von einem Material Transfer Agreement (MTA)  begleitet. Die Kunden müssen die Dokumente nur noch herunterladen, lesen, die Konditionen befolgen und bis 20 Jahre nach der letzten Nutzung aufbewahren. Europäische Wissenschaftler sind sogar gesetzlich dazu verpflichtet.

Fällt eine Ressource NICHT in den Nagoya Geltungsbereich, so ist sie im DSMZ-Katalog mit dem Hinweis „There are NO known Nagoya Protocol restrictions for this strain“ gekennzeichnet.

Als Registrierte Sammlung übernimmt die DSMZ also die zeitaufwändige Recherche nach den benötigten Dokumenten und Genehmigungen sowie deren Beschaffung in Zusammenarbeit mit dem Hinterleger – eine Aufgabe, die ansonsten den Kunden obliegen würde. Eine bei der DSMZ gekaufte biologische Ressource kann also direkt und rechtskonform genutzt werden.

TIPP: Drucken Sie beim Kauf einer nicht-humanen biologischen Ressource von der DSMZ die entsprechende DSMZ Katalog-Webseite jeder biologischen Ressource aus und - wo verfügbar - auch die Nagoya Dokumente und bewahren Sie den Ausdruck zusammen mit der Bestellbestätigung auf. Die dort aufgeführten Informationen (country of origin, sampling date, und möglicherweise Nagoya Restrictions) werden später bei der Abgabe der Sorgfaltspflichtserklärung benötigt!

Der Kauf von biologischen Ressourcen bei einer Registrierten Sammlung entbindet die Kunden nicht von ihrer Pflicht, sich als Nutzer an die in den Dokumenten gegebenen Vorgaben in Bezug auf die erlaubte Nutzung zu halten und die Dokumente aufzubewahren.

Nagoya-relevant oder nicht?

Eine biologische Ressource unterliegt dem Nagoya-Protokoll, wenn sie in einem Land gesammelt wurde, das zum Zeitpunkt der Probenentnahme das Nagoya-Protokoll bereits ratifiziert hatte. Mit anderen Worten: es ist hier irrelevant, wo eine biologische Ressource aus einer Probe isoliert wurde; wichtig ist, wo die Probenentnahme stattgefunden hat. Eine Übersicht hierzu bietet das Access and Benefit-Sharing Clearing House.

Innerhalb des Hinterlegungsvorgangs einer biologischen Ressource bei der DSMZ wird automatisch überprüft, ob die Probe zeitlich und örtlich dem Nagoya-Protokoll unterliegt. In Kraft ist das Nagoya Protokoll seit dem 12.10.2014 bzw. ab Ratifizierung des Ursprungslandes. Erst wenn unserem Justiziariat alle notwendigen Genehmigungen und Dokumente vorliegen, wird die Ressource in die Sammlung aufgenommen. Der Nutzer der Ressource ist verpflichtet, jegliche Nutzung (wissenschaftlich oder kommerziell) entsprechend den Genehmigungen des Ursprungslandes zu gestalten.