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Microbial Ecology and Diversity ResearchMikrobielle Ökologie und Diversität

Abteilung mikrobielle Ökologie und Diversität

Evolutionäre Grundlage der Bakteriendiversität – Mechanismen der Genomevolution, Artbildung und Nischenabtrennung

Bakteriengemeinschaften zeichnen sich durch eine hohe genetische, phylogenetische und physiologische Diversität aus. Über die evolutionären Mechanismen, die zu eigenständigen Abstammungslinien, Erschließung neuer ökologischer Nischen oder genetischer Isolation innerhalb natürlicher Bakteriengemeinschaften führen, ist im Gegensatz zu menschlichen Krankheitserregern wenig bekannt. Um die bakterielle Populationsstruktur und die zugrundeliegende Evolution zu studieren, untersuchen wir verschiedene Modellgruppen wie limnische planktonische Sphingomonaden, die marine Roseobacter-Gruppe, aquatische Populationen von Pseudomonas aeruginosa und terrestrische Populationen von Bacillus simplex

Bakterielle Anpassungsmechanismen an Nährstoff- und Energielimitation und ihre Auswirkung auf biogeochemische Stoffkreisläufe

In den meisten Ökosystemen herrschen Nährstoff- und Energieknappheit vor. Dort werden bakterielle Gemeinschaften durch spezifische Anpassungen an Überleben von Hungersituationen und Oligotrophie geprägt. Wir untersuchen die Zusammensetzung der bakteriellen Gemeinschaft sowie spezifische Anpassungsmechanismen relevanter Bakteriengruppen in ausgewählten energielimitierten Ökosystemen und oligotrophen Ökosystemen. mehr

Evolution, Ökophysiologie und molekulare Basis bakterieller Multizellularität

Neuere Studien stellen das Konzept eines eigenständigen Metabolismus von individuellen bakteriellen Zellen am natürlichen Standort in Frage. Phototrophe Konsortien und multizelluläre magnetotaktische Prokaryoten repräsentieren die extremste Form einer gegenseitigen Abhängigkeit von bakteriellen Zellen. Unter Verwendung dieser Modellsysteme werden die Evolution, Ökophysiologie und die molekularen Mechanismen homologer und heterologer bakterieller Multizellularität erforscht.  mehr

Mobilisierung und Bereitstellung von Metadaten für Biodiversitätsanalysen der nächsten Generation

Innerhalb der internationalen Initiative Global Biodiversity Information Facility (GBIF) fungiert das Leibniz-Institute DSMZ als deutscher Knoten GBIF-D Bacteria & Archaea. Die DSMZ stellt zurzeit in GBIF über 19.500 Dateneinträge zu mehr als 8.200 Spezies zur Verfügung. Zusätzlich stellen wir unsere Inhalte auch im Internetportal BacDive - The Bacterial Metadatabase bereit. Rahmen des BMBF-finanzierten Projekts zur Mobilisierung und Digitalisierung prokaryotischer Metadaten soll erstmalig eine umfassende Quelle Taxon-assoziierten Informationen zur bakteriellen Biodiversität entstehen. mehr