Sicherheitshinweise

Die DSMZ erstellt - gemäß deutscher Gesetzgebung (Biostoffverordnung) - für jede DSMZ Zelllinie nach Stand des Wissens eine Gefährdungsbeurteilung. Von Zelllinien, die nicht mit Mikroorganismen (inklusive Viren) infiziert sind und die nicht gentechnisch verändert sind, gehen keine Gefahren aus, sie werden daher generell der Risikogruppe 1 (RG1) zugeordnet. Nur von infizierten Zelllinien können potenziell Gefahren ausgehen, nur diesen wird daher – entsprechend dem Risiko des infizierenden Organismus – eine höhere Risikogruppe zugeordnet.

Die den Risikogruppen entsprechenden Schutzstufen bzw. Sicherheitsstufen (bei gentechnisch veränderten Organismen) finden sich auf dem Datenblatt jeder Zelllinie unter dem Stichwort „Biosafety level“. Auch der Lieferschein, der mit jeder Zelllinie versandt wird, enthält diese Informationen.

Die DSMZ lagert und vertreibt ausschließlich RG1 und RG2 Zelllinien. Für gentechnisch veränderte Organismen und RG2 Organismen wird der Nachweis verschiedener gesetzlich vorgeschriebener Dokumente verlangt. Entsprechende Informationen werden beim Bestellvorgang gegeben, finden sich aber auch in der Rubrik „Permissions and restrictions“, die über das Datenblatt der Zelllinie abrufbar ist. Die DSMZ behält sich das Recht vor, den Versand von RG2 Organismen in einzelne Länder abzulehnen.

Es ist die Pflicht aller Personen, die mit gentechnisch veränderten Zelllinien oder RG2 Zelllinien arbeiten, sich mit den in ihrem Land gültigen nationalen Richtlinien und Sicherheitsvorkehrungen vertraut zu machen. Die von der DSMZ durchgeführte Einordnung der Zelllinien in Schutzstufen und Sicherheitsstufen entbindet den Empfänger einer Zelllinie nicht von der Verpflichtung, eine eigene Gefährdungsbeurteilung durchzuführen (Biostoffverordnung). Weder die DSMZ noch der jeweilige Hinterleger einer Zelllinie übernimmt Verantwortung für Folgen, die aus dem Umgang mit dieser Zelllinie entstehen können.