Mykoplasma-Detektion

Die sensitivsten Tests für die Mykoplasmendetektion in Zellkulturen sind die mikrobiologische Kulturmethode sowie die Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR). Beide Methoden werden in der Qualitätskontrolle der öffentlichen Zellbank eingesetzt und auch als Serviceleistungen angeboten.

Bei der mikrobiologischen Kulturmethode werden zwei verschiedene nährstoffreiche Flüssigmedien (Friis und PH) mit Zellkulturüberstand mit einigen eukaryontischen Zellen inokuliert und anschließend etwa vier Tage inkubiert, um die Mykoplasmen anzureichern. Daraufhin wird ein Teil des Flüssigmediums auf entsprechende Agarplatten übertragen und für weitere zwei Wochen oder bis zum Auftreten typischer Mykoplasmenkolonien bebrütet. Die Auswertung der Platten erfolgt visuell mit dem Umkehrmikroskop. Der Test nimmt bis zu drei Wochen in Anspruch. Ein Beispiel für eine Mykoplasmen-bewachsene Agarplatte mit typischen Spiegeleikolonien ist links zu sehen.

Der PCR-Test ist unvergleichlich schneller als die mikrobiologische Kulturmethode. Bei dieser Methode wird die DNA aus dem Zellkulturüberstand und einigen eukaryontischen Zellen durch Säulenextraktion isoliert und aufgereinigt. In PCR-Ansätzen werden dann mittels Oligonukleotiden mykoplasmenspezifische 16S rDNA-Sequenzen amplifiziert. In Parallelansätzen wird zusätzlich zu der Proben-DNA eine interne Kontrolle in einer Grenzverdünnung dazugegeben, um eine hohe Sensitivität und möglicherweise vorhandene Taq-Poymerase-Inhibitoren nachzuweisen, was zu falsch negativen Ergebnissen hätte führen können. Die PCR-Produkte werden mit einem Ethidiumbromid-gefärbten Agarosegel dargestellt (siehe Abbildung rechts).

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