Speziesbestimmung tierischer Zelllinien


Allgemeines

In der pharmazeutischen Industrie werden tierische Zelllinien weltweit für die Entwicklung und Produktion von Wirkstoffen eingesetzt und dienen in der Grundlagenforschung als häufig genutzte Modelle in vielfachen Bereichen der Lebenswissenschaften. Die meisten der heutzutage eingesetzten Zelllinien stammen aus menschlichem Gewebe oder von Nagetieren.

Interspezies Kreuzkontamination

In Laboratorien, die mit Zelllinien von verschiedenen Spezies (einschl. Mensch) arbeiten, ist es daher möglich, dass es zu einer Interspezies-Kontamination kommen kann. Die Folge: fragwürdige oder nicht-reproduzierbare Resultate, Verlust von Zeit und Ressourcen.

DNA Barcoding

Während sich menschliche Zelllinien mittels STR-Analyse („DNA-fingerprint“) im Grundsatz bis auf das Individuum zurückverfolgen lassen, ist dies bei tierischen Zelllinien in der Regel nicht der Fall, da sie meist aus Inzuchtstämmen entwickelt wurden oder sogar eine unklare Historie haben. Eine schnelle und exakte Bestimmung vieler Tierarten ist jedoch durch PCR-Amplification der mitochondrialen Cytochrom C Oxidase I (COI) und anschließender Sequenzanalyse möglich (DNA Barcoding) und findet auch im Rahmen unserer Qualitätskontrolle routinemäßige Anwendung (siehe auch Qualitätssicherung =>“Identitätskontrolle“). DNA Barcodes sind mittlerweile für eine große Zahl von Taxa insbesondere für Säugetiere, Fische, Vögel verfügbar.

Weitere Fragen sowie vor der Einsendung von Probenmaterial, bitte das Anmeldeformular Submission formausfüllen und senden an:

       Dr. Wilhelm Dirks
       Leibniz Institute DSMZ
       Molecular Biology Group ‐ Identification Service ‐
       Inhoffenstraße 7 B
       38124 Braunschweig, Germany

       Phone: +49-531-2616-166
       Fax: +49-531-2616-150
       E-mail: wilhelm.dirks@dsmz.de