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Nagoya ProtocolNagoya-Protokoll

Das Nagoya Protokoll und die Nutzung biologischer Ressourcen

Das Nagoya-Protokoll regelt weltweit die Nutzung biologischer Ressourcen. Auf der einen Seite besitzt nun jedes Land die souveränen Rechte über seine Ressourcen und kann damit sogenannte Biopiraterie verhindern. Aber auf der anderen Seit ist seit Inkrafttreten 2014 das Sammeln von Bakterien, Pilzen oder anderen Mikroorganismen in vielen Ländern deutlich umständlicher geworden. Bei vielen Wissenschaftlern herrscht momentan Unsicherheit darüber, was sie dürfen, was nicht und welche Genehmigungen notwendig sind.

Die DSMZ hat auf diesen Seiten Informationen zusammengestellt, um Ihnen einen besseren Überblick zu geben:

  • Ein zentraler Aspekt der Regelungen ist die sogenannte Sorgfaltspflicht (Due Diligence Declaration). Wissenschaftler sind dazu verpflichtet, mit der gebotenen Sorgfalt vorzugehen, um festzustellen, ob ihre Nutzung legal ist und müssen dazu unaufgefordert eine entsprechende Erklärung im Zusammenhang mit einem geförderte Forschungsprojekt abgeben. Hier finden Sie eine Übersicht, wie Sie vorgehen müssen.

  • DSMZ, als erste registrierte Sammlung, bescheinigt ihren Kunden, dass die von erworbenen Ressourcen "Nagoya-konform" sind und liefert initiale Informationen, die für die Sorgfaltspflicht-Erklärung benötigt werden. Das kann keine andere Sammlung weltweit anbieten. Weitere Informationen finden Sie hier.

  • Als Hinterleger müssen Sie vor dem Einsammeln von mikrobiellen genetischen Ressourcen oder irgendeiner anderen Umweltprobe im Ausland Genehmigungen des Ursprungslands dieser Proben einholen. Wenn Sie einen Stamm an der DSMZ hinterlegen, müssen Sie diese Genehmigungen ebenfalls nachweisen. Weitere Informationen hier

  • Hintergrund: Das Nagoya-Protokoll regelt die in der Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) geforderten Maßnahmen zum Vorteilsausgleich (Access and benefit sharing, ABS). Weitere Informationen hier.