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Der rasende Krebsforscher: Professor Dr. Hans G. Drexler absolvierte seinen 600sten Marathonlauf

Braunschweiger Forscher lief 75.000 Kilometer in 18 Jahren und publizierte 520 Beiträge

(Braunschweig - 12. April 2019): Am vergangenen Sonntag absolvierte Professor Dr. med. Hans G. Drexler vom Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen mit dem Hannover Marathon seinen sechshundertsten Marathonlauf. Professor Drexler ist seit dem Jahr 1989 Leiter der Abteilung Menschliche und Tierische Zelllinien an der mit fast 70.000 Bioressourcen vielfältigsten Bioressourcensammlung weltweit. Das Leibniz-Institut DSMZ hat seinen Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd und feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Den ersten Marathonlauf bestritt Professor Drexler im Oktober 2001 in Braunschweig. Seine "Läuferkarriere" führte den 65-jährigen Krebsforscher durch 13 Länder. Auf seinem Marathonkonto stehen insgesamt 75.000 Kilometer, da er neben der klassischen Marathondistanz auch den Ultramarathon, darunter bereits 78-mal die 100 Kilometer Distanz, läuft.

Nach seinem Abitur studierte Hans G. Drexler Medizin an der Universität Ulm. Hier promovierte er 1982 zum Doktor der Medizin. Seine wissenschaftliche Laufbahn führte ihn an die Loyola University nach Chicago in den USA und die Abteilung für Hämatologie der Royal Free Hospital School of Medicine der University von London in Großbritannien. Seit Beginn seiner Doktorarbeit 1979 in Ulm ist er schwerpunktmäßig in der Leukämie-Lymphom-Forschung tätig. An der TU Braunschweig habilitierte er im Jahr 2001 und seit 2005 ist Hans G. Drexler Professor an der TU Braunschweig. Im Fachbereich Biologie hält der Wissenschaftler regelmäßig Vorlesung zum Thema "Biologie und Erkrankungen der Blutzellen". Das Publikationsverzeichnis von Hans G. Drexler weist 520 vorrangig in internationalen Fachzeitschriften publizierte Veröffentlichungen aus. Er publizierte unter anderem in renommierten Journalen wie beispielsweise "Nature Genetics", "Blood" oder "Leukemia".

Die Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen ist nicht nur die vielfältigste Bioressourcensammlung, sondern auch eine der größten Sammlungen auf der Welt. Die DSMZ versorgt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in 81 Ländern mit Bakterien, Viren inklusive Phagen, Pilzen, genomischer Bakterien-DNA, menschlichen und tierischen Zelllinien sowie Pflanzenviren und Antiseren. Im Jahr 2018 lieferte das Leibniz-Institut 43.327 Bestellungen an rund 10.000 Kunden aus. Neben der Sammlung ist die DSMZ ein aktives Forschungsinstitut. Im vergangenen Jahr haben die rund 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts in Braunschweig 131 Publikationen in nationalen und internationalen Fachzeitschriften publiziert. Wissenschaftlicher Direktor der DSMZ ist seit 2010 der Mikrobiologe Professor Dr. Jörg Overmann.

DSMZ-Pressekontakt:
Sven-David Müller, Pressesprecher des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikro-organismen und Zellkulturen GmbH
Tel.: 0531/2616-300
sven.david.muellere-mail trennerdsmze-mail trennerde

Über das Leibniz-Institut DSMZ
Das Leibniz-Institut DSMZ - Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologische Ressourcen (Bakterien, Archaea, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist als gemeinnützig anerkannt, die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 69.701 Kulturen sowie Biomaterialien und hat 198 Mitarbeiter. www.dsmz.de

Über die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 95 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen - u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 19.100 Personen, darunter 9.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro. www.leibniz-gemeinschaft.de