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Erdöl adieu! Alles grün, alles gut?

Diskussion zum Thema Bioökonomie am Donnerstag, den 23. März 2017 ab 19 Uhr im Haus der Wissenschaft

Erdöl ist aus dem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Mit Erdöl wird nicht nur geheizt oder gefahren – es steckt auch in fast allen Produkten des modernen Lebens. Kunststoff, Textilien, Medikamente, Bau- und Dämmstoffe, Verpackungen, Putzmittel und Kosmetika basieren auf dem Schwarzen Gold. Doch es ist auch eine endliche Ressource – und eine, die dem Klima schadet. Am 23. März 2017 diskutieren Experten und Expertinnen im Haus der Wissenschaft über biobasierte Alternativen zum allseits präsenten Erdöl.

Die Wirtschaft soll sich erneuern, soll weg von fossilen, hin zu erneuerbaren Rohstoffen – so der Wille der Bundesregierung. Bioökonomie lautet die Formel. Künftig könnten Autoreifen aus Löwenzahn-Gummi hergestellt werden, Kunststoff aus Kaffeesatz, und Nahrungsbestandteile aus Algen. Außerdem könnte mit erneuerbaren Rohstoffen auch die weltweite Ernährung langfristig gesichert und das Ungleichgewicht zwischen ressourcenreichen und -armen Ländern beendet werden. Doch die Umstellung auf nachwachsende Rohstoffe ist eine gewaltige Herausforderung, die ebenfalls Schwierigkeiten mit sich bringt. Im Bereich Energie hat in der jüngeren Vergangenheit beispielsweise ein Zuviel an politischer Förderung dazu geführt, dass Bauern vermehrt Mais zur Biogas-Erzeugung angebaut haben. Dadurch kam es zur Konkurrenz von Nahrungs- und Energieerzeugung.

Moderator Jens Lubbadeh diskutiert mit folgenden Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft über die Vor- und Nachteile der Bioökonomie:

  • Prof. Dr. Jörg Overmann, Leiter des Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen
  • Prof. Dr. Folkhard Isermeyer, Präsident des Thünen-Instituts und Mitglied im Bioökonomierat
  • Martina Kolarek, Referentin für Bioökonomie, NABU – Naturschutzbund Deutschland e. V.

 

Termin: Erdöl adieu! Alles grün, alles gut?
im Rahmen der Diskussionsreihe "Tatsachen? Forschung unter der Lupe"
Donnerstag, 23. März 2017, 19 Uhr
Haus der Wissenschaft Braunschweig, Raum Veolia (5. OG), Pockelsstr. 11
Der Eintritt ist frei

 

Tatsachen? Forschung unter der Lupe Die Veranstaltungsreihe präsentiert spannende und aktuelle Wissenschaftsthemen. Führende Experten diskutieren mit dem Publikum über kontroverse Themen. Das Format lässt viel Interaktion mit den Referenten zu und gibt dem Publikum Gelegenheit zur Diskussion. Die Veranstaltungsreihe wird gemeinsam vom Haus der Wissenschaft Braunschweig und Partnern aus der Forschungsregion Braunschweig organisiert.

Weitere Informationen finden Sie hier