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		<lastBuildDate>Thu, 22 Jun 2017 10:28:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Nachhaltiges Familienbewusstsein bescheinigt</title>
			<link>https://www.dsmz.de//home/details/entry/nachhaltiges-familie.html</link>
			<description>Die DSMZ erhält zum dritten Mal das Zertifikat des audit berufundfamilie</description>
			<content:encoded><![CDATA[Braunschweig, 22.6.2017 – Das Leibniz-Institut DSMZ–Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist erneut für seine Leistungen zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben ausgezeichnet worden. In einer festlichen Veranstaltung wurde der DSMZ am Dienstag in Berlin bereits zum dritten Mal das Zertifikat des audit berufundfamilie verliehen. Es belegt die familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik sowie die familiengerechten Forschungsbedingungen an der DSMZ. Die DSMZ ist seit November 2010 durchgehend zertifiziert. 
„Familien sind an der DSMZ willkommen. Wir wollen für unsere Beschäftigten ein attraktiver Arbeitgeber sein und setzen deshalb auf familienfreundliche Konzepte. Die erneute Zertifizierung zeigt uns, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind. Vor allem freuen wir uns aber, dass unsere Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angenommen werden“, so DSMZ-Verwaltungsleiterin und audit-Projektleiterin Bettina Fischer. 
Die DSMZ hat in den vergangenen Jahren verschiedene Maßnahmen umgesetzt, um die familienfreundlichen Arbeitsbedingungen kontinuierlich auszubauen, Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler zu fördern und den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu steigern. 
 So können die Beschäftigten der DSMZ beispielsweise ihre Arbeitszeiten flexibel gestalten oder Teilzeitbeschäftigung in Anspruch nehmen, um sich besser um Familienangehörige zu kümmern. Seit 2012 hat die DSMZ zudem eine Betriebsvereinbarung zur alternierenden Telearbeit, die Beschäftigten ermöglicht, ihre Arbeitszeit teilweise zu Hause und teilweise in der Dienststelle zu verbringen. Für die Kinderbetreuung sind mehrere Plätze in einer nahe gelegenen Kindertagesstätte für DSMZ Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reserviert. Darüber hinaus kann in den Schulferien das gemeinsame Betreuungs-Programm für Schulkinder mit dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Anspruch genommen werden. Im Wettbewerb um hochqualifiziertes akademisches Personal sind zudem auch die beruflichen Perspektiven von Partnerinnen und Partnern wichtig. Die DSMZ ist deshalb Kooperationspartner im Dual Career Netzwerk Südostniedersachsen.
 Insgesamt wurde dieses Jahr 343 Arbeitgebern das Zertifikat zum audit berufundfamilie beziehungsweise zum audit familiengerechte hochschule verliehen. Voraussetzung für das drei Jahre gültige Zertifikat ist die erfolgreiche Durchführung des audit berufundfamilie, das von der berufundfamilie Service GmbH angeboten wird. Das Managementinstrument sorgt dafür, dass eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik nachhaltig gesteuert und umgesetzt wird. Die DSMZ zählt zu den 123 Arbeitgebern, die das Verfahren zum bereits zum dritten Mal erfolgreich durchlaufen haben.

Foto: Zertifizierte Institutionen und Unternehmen aus Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Dirk Wiese, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie (li), Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH (re. oben), Christian Engel, Pressesprecher DSMZ (3.v.li.). (c) berufundfamilie Service GmbH, Thomas Ruddies/ Christoph Petras
Pressekontakt: <br />Christian Engel <br />Leiter Presse und Kommunikation <br />Tel. 0531 2616-300 <br />E-Mail christian.engel@dsmz.de 
Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH <br />Inhoffenstraße 7 B <br />38124 Braunschweig <br />Deutschland / Germany 

]]></content:encoded>
			<category>Pressemeldung</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 22 Jun 2017 10:28:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>DSMZ und JGI bestimmen Erbgut von mehr als 1000 Bakterien</title>
			<link>https://www.dsmz.de//home/details/entry/dsmz-und-jgi-bestimm.html</link>
			<description>Nie zuvor wurden in einem einzelnen Projekt mehr mikrobielle Typstammgenome sequenziert</description>
			<content:encoded><![CDATA[Braunschweig, 14.6.2017 - Biologen und Informatiker des Leibniz-Instituts DSMZ−Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen und des kalifornischen Joint Genome Institute (JGI) haben in einem fünfjährigen Forschungsprojekt das komplette Erbgut von über 1000 Bakterien und Archaeen bestimmt. Nie zuvor wurden in einem einzelnen Projekt mehr mikrobielle Typstammgenome sequenziert. So wurde die Zahl der sequenzierten Typstämme, also der Referenzkulturen einzelner Bakterienarten, auf einen Schlag mehr als verdoppelt. Darüber hinaus haben die Wissenschaftler in den genetischen Codes zahlreiche neue Enzymkomplexe identifiziert, die Grundlage für neue biotechnologische oder medizinische Anwendungen sein können. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Projektpartner nun in der Fachzeitschrift Nature Biotechnology. 
Die Sequenzdaten stellen die Wissenschaftler im Rahmen der gemeinnützigen GEBA-Initiative (Genomic Encyclopedia of Bacteria and Archaea, Genomische Enzyklopädie der Bakterien und Archaeen) öffentlich zur Verfügung. Damit steht für Wissenschaftler weltweit eine Vergleichsdatenbank bereit, die die mikrobielle und metagenomische Forschung in Zukunft deutlich vereinfacht. Die Studie konnte auch zeigen, dass die vielen neuen Referenzgenome eine deutlich genauere Identifizierung von Sequenzen aus Umweltproben ermöglichen. 
Die DSMZ brachte in das Projekt ihre Expertise in der Anzucht von Mikroorganismen und in der phylogenomischen Auswertung ein. So konnten die Experten der DSMZ auch aus schwierig zu kultivierenden Bakterienstämmen Zellmasse und DNA für die Genomsequenzierung gewinnen. Aber auch Stammbäume wurden an der DSMZ bioinformatisch aus kompletten Genomsequenzen rekonstruiert. 
„Bisher lag der Fokus bei der Entschlüsselung von bakteriellem Erbgut vor allem auf einzelnen medizinisch und biotechnologisch besonders wichtigen Arten“, erläutert PD Dr. Markus Göker, Projektleiter an der DSMZ. So stammten 2015 ganze 43 Prozent aller sequenzierter Bakteriengenome von gerade einmal zehn verschiedenen Krankheitserregern. Diese Fokussierung hat zwar geholfen, ein besseres Verständnis von der Entstehung von Krankheiten zu bekommen, hat aber auch zu einem verzerrten Bild der bakteriellen Diversität geführt, insbesondere mit Blick auf ihre funktionellen Eigenschaften. Denn je weniger eng zwei Bakterienstämme miteinander verwandt sind, desto größer ist oft die Wahrscheinlichkeit, dass sie unterschiedliche physiologische Eigenschaften oder Funktionen aufweisen, so Göker. Mit den jetzt präsentierten Daten haben die Projektpartner einen ersten großen Schritt vorwärts unternommen, um die verfügbaren Daten zu bakteriellem Erbgut auf eine phylogenetisch breitere Grundlage zu stellen. 
Dennoch weist der bakterielle Stammbaum noch immer große Lücken auf. DSMZ und JGI haben daher bereits drei Folgeprojekte gestartet, in denen die Partner jeweils weitere 1000 bakterielle Genome sequenzieren werden. 

Originalartikel: Supratim Mukherjee, Rekha Seshadri, Neha J Varghese, Emiley A Eloe-Fadrosh, Jan P Meier-Kolthoff, Markus Göker, R Cameron Coates, Michalis Hadjithomas, Georgios A Pavlopoulos, David Paez-Espino, Yasuo Yoshikuni, Axel Visel, William B Whitman, George M Garrity, Jonathan A Eisen, Philip Hugenholtz, Amrita Pati, Natalia N Ivanova, Tanja Woyke, Hans-Peter Klenk &amp; Nikos C Kyrpides: 1,003 reference genomes of bacterial and archaeal isolates expand coverage of the tree of life; Nature Biotechnology (2017), doi:10.1038/nbt.3886 

Wissenschaftlicher Kontakt <br />PD Dr. Markus Göker <br />Arbeitsgruppe Phylogenomik <br />Tel.: 0531 2616-272 <br />E-Mail: markus.goeker@dsmz.de 

Pressekontakt: <br />Christian Engel <br />Leiter Presse und Kommunikation <br />Tel. 0531 2616-300 <br />E-Mail christian.engel@dsmz.de <br /><br />Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH <br />Inhoffenstraße 7 B <br />38124 Braunschweig <br />Deutschland / Germany ]]></content:encoded>
			<category>Pressemeldung</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 14 Jun 2017 13:14:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Stellenausschreibung  13/17</title>
			<link>https://www.dsmz.de//home/details/entry/stellenausschreibung-72.html</link>
			<description>Studentische Hilfskraft</description>
			<content:encoded><![CDATA[Für die Arbeitsgruppe “Phylogenomik” der Leibniz-Institut DSMZ–Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH, Braunschweig wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine
<b>Studentische Hilfskraft</b>
in Teilzeit (mit bis zu 80 Monatsstunden möglich) gesucht.
<b>Aufgabenbereich:</b>
<ul><li>Fortführung einer Sammlung phänotypischer Daten und taxonomischer Beschreibungen von Bakterien der <i>Roseobacter</i>-Gruppe und anderen <i>Alphaproteobacteria</i></li></ul>
<ul><li>Mitarbeit bei der Kodierung phänotypischer Daten für Computer-gestützte Vergleiche und taxonomische Arbeiten</li></ul>
<b>Voraussetzungen:</b>
-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Grundkenntnisse im Bereich des bakteriellen Metabolismus
-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Grundkenntnisse der Biologie mariner Bakterien
-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Umgang mit wissenschaftlicher Primärliteratur
-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Interesse an bioinformatischen und taxonomischen Arbeiten
-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Immatrikulierte/r Student/in
<b>Befristung:</b>&nbsp;&nbsp;&nbsp; auf 5 Monate
<b>Vergütung:</b>&nbsp;&nbsp;&nbsp; 9,51 €/Std. ohne Abschluss; 11,07 €/Std. mit Bachelor-Abschluss
Eine kurze Bewerbung senden Sie bitte per Mail unter Angabe der Kennziffer 13/17 an:
Leibniz-Institut DSMZ–Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH
PD Dr. Markus Göker
Inhoffenstraße 7 B
38124 Braunschweig
Email: markus.goeker@dsmz.de]]></content:encoded>
			<category>Stellenangebote</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 01 Jun 2017 11:27:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Forscherinnen und Forscher von morgen besuchen die DSMZ</title>
			<link>https://www.dsmz.de//home/details/entry/forscherinnen-und-fo.html</link>
			<description>Leibniz-Institut beteiligt sich am Zukunftstag für Mädchen und Jungen </description>
			<content:encoded><![CDATA[Braunschweig, 25.4.2017 - Zwölf Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 16 Jahren aus Braunschweig und dem Umland besuchen im Rahmen des „Zukunftstages für Mädchen und Jungen“ am Donnerstag, den 27.04.2017 das Leibniz-Institut DSMZ, die Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen. Sie erhalten dabei einen Einblick in die Arbeit an einem modernen biologischen Forschungsinstitut. 
Unter Anleitung erfahrener Wissenschaftler der DSMZ lernen die Schülerinnen und Schüler Grundlegendes über Bakterien und Zellkulturen und die Aufgaben einer mikrobiologischen Forschungssammlung. So erfahren sie zum Beispiel, dass nicht alle Bakterien krank machen, sondern im Gegenteil die meisten Arten harmlos oder nützlich, manche sogar lebensnotwendig sind. Oder dass die Zellkulturen der DSMZ in der Forschung als wichtige Modellsysteme eingesetzt werden und damit die Zahl von Tierversuchen reduziert werden kann. 
Der Tag beginnt mit einer Sicherheitseinweisung. Was darf man im Labor und was nicht? Danach dürfen die Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler selber experimentieren und versuchen, eine Bakterienkultur anzuzüchten. Die Schülerinnen und Schüler dürfen Alltagsgegenstände mitbringen, an oder in denen sie viele Bakterien vermuten. Etwa einen alten Spülschwamm, eine benutze Zahnbürste, eine Probe von der Schuhsohle oder etwas Ähnliches. Auf vorbereiteten Petrischalen können sie dann einen Ausstrich vornehmen und die Bakterien wachsen lassen. 
 Höhepunkt des Zukunftstags ist für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Experiment mit flüssigem Stickstoff, mit dem die Konservierung durch Kälte demonstriert wird. Ausgestattet mit Schutzbrillen und dicken Schutzhandschuhen tauchen die Schüler die Blüte einer Rose in ein Bad mit fast minus 200 Grad Celsius kaltem, flüssigem Stickstoff. Die Blume gefriert in wenigen Sekunden. Bei einem Schlag an eine Tischkante zerspringt sie in hunderte Bruchstücke. An der DSMZ werden in flüssigem Stickstoff Bakterien, andere Mikroorganismen und Zellkulturen über Jahrzehnte in einem lebensfähigem Zustand konserviert. 
Die DSMZ ist Europas größtes Bioressourcenzentrum und ein modernes Forschungsinstitut. Die Sammlung umfasst über 50.000 Kulturen (vor allem Bakterien, Pilze und Zelllinien). Forschungsschwerpunkte sind mikrobielle Vielfalt und molekulare Mechanismen biologischer Wechselwirkungen. 
Der Zukunftstag für Mädchen und Jungen ist ein besonderer Tag zur Berufsorientierung in Niedersachsen. Er findet jährlich zeitgleich mit dem bundesweiten Aktionstag Girls'Day und Boys'Day statt. Die DSMZ beteiligt sich 2017 bereits zum 15. Mal. 

Fotos von Zukunftstag 2016
oben: Experiment mit flüssigem Stickstoff<br />unten: Ausstreichen einer Bakterienkultur]]></content:encoded>
			<category>Pressemeldung</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 25 Apr 2017 08:49:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Planctomyceten sind keine Vorfahren der Eukaryoten </title>
			<link>https://www.dsmz.de//home/details/entry/planctomyceten-sind.html</link>
			<description>Braunschweiger Forscher schreiben Lehrbücher um</description>
			<content:encoded><![CDATA[Braunschweig, 10.4.2017 - Die Gruppe der Planctomyceten nimmt innerhalb der Bakterien eine besondere Stellung ein. Ungewöhnliche zellbiologische Eigenschaften machten eine systematische Zuordnung lange Zeit schwierig. In Lehrbüchern werden sie bis heute häufig als fortgeschrittene Bakterien, sozusagen evolutiv auf dem Weg zu den höher entwickelten, komplexeren Zellen der Pflanzen und Tiere angesehen. Dr. Christian Jogler und Christian Boedecker vom Leibniz-Institut DSMZ konnten zusammen mit weiteren Wissenschaftlern nun nachweisen, dass Planctomyceten zwar besondere Merkmale haben, dennoch aber klassische Bakterien sind und kein Bindeglied zu den Eukaryoten. Die Ergebnisse haben die Wissenschaftler jetzt im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht. 
Die besondere Position der Planctomyceten beruhte auf ihrer ungewöhnlichen Zellbiologie. Bisherige Forschungsergebnisse deuteten darauf hin, dass sie - wie pflanzliche und tierische Zellen – innerhalb der Zelle durch Membranen abgegrenzte Funktionsbereiche und sogar eine Art Zellkern besitzen, das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zwischen Prokaryoten und Eukaryoten. Im Gegensatz dazu schien den Planctomyceten eine Zellwand aus Peptidoglykan und damit eines der typischsten Bakterien-Merkmale zu fehlen. 
Mikrobiologe Christian Jogler, zuletzt Leiter der Nachwuchsforschergruppe „Mikrobielle Zellbiologie und Genetik“ an der Deutschen Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen in Braunschweig, konnte bereits in einer früheren Studie nachweisen, dass Planctomyceten sehr wohl eine typische Peptidoglykan-Zellwand besitzen. In seiner nun veröffentlichten Studie weist er zudem nach, dass auch die vermuteten Zellkompartimente lediglich Artefakte sind, die auf nicht ausreichende Untersuchungsmethoden zurückgehen. 
Planctomyceten sind demnach klassische gramnegative Bakterien – wohl aber mit besonderen Eigenschaften. Jogler nutzte für seine Arbeit neben bioinformatischen Methoden und Genomanalysen auch ein hochmodernes, an der DSMZ etabliertes dSTORM-Lichtmikroskop mit einer einzigartig hohen Auflösung. Damit konnten die Forscher nachweisen, dass Planctomyceten eine definierte Zytoplasma-Membran und einen für Bakterien ungewöhnlichen periplasmatischen Raum aufweisen, welcher zudem stark vergrößert werden kann. „Unsere extrem hoch auflösenden Aufnahmen zeigen, dass es sich entgegen der Lehrmeinung nicht um Zellkompartimente handelt, sondern um Einstülpungen der Zytoplasma-Membran, die vermutlich der Lagerung von Nährstoffen dienen“, erläutert Jogler. Sie sind auch die Erklärung für den manchmal identifizierten Zellkern. Denn wenn sich die Einstülpungen zufällig um die DNA legen, erscheinen sie in geringer aufgelösten, zweidimensionalen Aufnahmen fälschlicherweise als doppelwandiger Kern. „Planctomyceten haben keinen Zellkern“, stellt Jogler fest. 
Joglers Team konnte zudem die Aufnahme von Nährstoffen durch Endozytose, einem Prozess der einzigartig für Eukaryoten und Planctomyceten zu sein schien, wiederlegen. Unterstützt werden könnte die Nährstoffaufnahme hingegen von Strukturen, die molekularen Angeln ähneln, die die Wissenschaftler an der Oberfläche der Planctomyceten nachgewiesen haben. Dabei handelt es sich vermutlich um Proteinfäden, die Nährstoffe wie Zucker binden, welche dann in den vergrößerten periplasmatischen Raum hineingezogen werden. Die genaue Funktionsweise ist jedoch noch unklar. Jogler und seine Kollegen haben insgesamt sechs Jahre an diesem Forschungsprojekt gearbeitet. 
Planctomyceten sind eine Gruppe weltweit vorkommender Bakterien. Viele Arten leben aquatisch in Süß- und Salzwasser. Sie gelten als relativ unerforscht, da sie trotz ihrer ungewöhnlichen Eigenschaften bislang nicht im Zentrum des wissenschaftlichen Interesses standen. Aufgrund einer weiteren Besonderheit ist das Interesse an Planctomyceten zuletzt aber gestiegen: Sie sind Produzenten antibiotisch aktiver Substanzen, die das Potential für neue Medikamente haben. 
Dr. Christian Jogler war bis Ende 2016 Leiter der Nachwuchsforschergruppe „Mikrobielle Zellbiologie und Genetik“ an der Deutschen Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen in Braunschweig. Die Erforschung der Planctomyceten war in dieser Zeit einer seiner Schwerpunkte. Seit Januar 2017 ist Jogler im Rahmen der Radboud Excellence Initiative Assistant Professor an der Radboud University im niederländischen Nimwegen. 

<b>Originalartikel: </b>Boedeker, C. et al. Determining the bacterial cell biology of Planctomycetes. Nat. Commun. 8, 14853, doi: 10.1038/ncomms14853 (2017). 
<b>Abbildung<br /></b>Kryo-elektronenmikroskopische Aufnahmen (oben) und 3D Rekonstruktion (unten) eines Planctomyceten mit weit ins Zellinnere ragenden Einstülpungen der Zytoplasmamebran (hellblau). Die äußere Membran ist grün, die Peptidoglykan-Zellwand orange und Ribosomen dunkelblau dargestellt.
<b>Wissenschaftlicher Kontakt </b><br />Dr. Christian Jogler<br />christian@jogler.de 
<b>Pressekontakt: </b><br />Christian Engel <br />Leiter Presse und Kommunikation <br />Tel. 0531 2616-300 <br />E-Mail christian.engel@dsmz.de 

]]></content:encoded>
			<category>Pressemeldung</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 10 Apr 2017 10:09:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Erdöl adieu! Alles grün, alles gut?</title>
			<link>https://www.dsmz.de//home/details/entry/erdoel-adieu-alles.html</link>
			<description>Diskussion zum Thema Bioökonomie am Donnerstag, den 23. März 2017 ab 19 Uhr im Haus der Wissenschaft</description>
			<content:encoded><![CDATA[Erdöl ist aus dem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Mit Erdöl wird nicht nur geheizt oder gefahren – es steckt auch in fast allen Produkten des modernen Lebens. Kunststoff, Textilien, Medikamente, Bau- und Dämmstoffe, Verpackungen, Putzmittel und Kosmetika basieren auf dem Schwarzen Gold. Doch es ist auch eine endliche Ressource – und eine, die dem Klima schadet. Am 23. März 2017 diskutieren Experten und Expertinnen im Haus der Wissenschaft über biobasierte Alternativen zum allseits präsenten Erdöl. 
Die Wirtschaft soll sich erneuern, soll weg von fossilen, hin zu erneuerbaren Rohstoffen – so der Wille der Bundesregierung. Bioökonomie lautet die Formel. Künftig könnten Autoreifen aus Löwenzahn-Gummi hergestellt werden, Kunststoff aus Kaffeesatz, und Nahrungsbestandteile aus Algen. Außerdem könnte mit erneuerbaren Rohstoffen auch die weltweite Ernährung langfristig gesichert und das Ungleichgewicht zwischen ressourcenreichen und -armen Ländern beendet werden. Doch die Umstellung auf nachwachsende Rohstoffe ist eine gewaltige Herausforderung, die ebenfalls Schwierigkeiten mit sich bringt. Im Bereich Energie hat in der jüngeren Vergangenheit beispielsweise ein Zuviel an politischer Förderung dazu geführt, dass Bauern vermehrt Mais zur Biogas-Erzeugung angebaut haben. Dadurch kam es zur Konkurrenz von Nahrungs- und Energieerzeugung. 
Moderator Jens Lubbadeh diskutiert mit folgenden Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft über die Vor- und Nachteile der Bioökonomie:
<ul><li>Prof. Dr. Jörg Overmann, Leiter des Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen </li><li>Prof. Dr. Folkhard Isermeyer, Präsident des Thünen-Instituts und Mitglied im Bioökonomierat </li><li>Martina Kolarek, Referentin für Bioökonomie, NABU – Naturschutzbund Deutschland e. V. </li></ul>

Termin: <b>Erdöl adieu! Alles grün, alles gut? </b><br />im Rahmen der Diskussionsreihe &quot;Tatsachen? Forschung unter der Lupe&quot; <br />Donnerstag, 23. März 2017, 19 Uhr<br />Haus der Wissenschaft Braunschweig, Raum Veolia (5. OG), Pockelsstr. 11 <br />Der Eintritt ist frei

Tatsachen? Forschung unter der Lupe Die Veranstaltungsreihe präsentiert spannende und aktuelle Wissenschaftsthemen. Führende Experten diskutieren mit dem Publikum über kontroverse Themen. Das Format lässt viel Interaktion mit den Referenten zu und gibt dem Publikum Gelegenheit zur Diskussion. Die Veranstaltungsreihe wird gemeinsam vom Haus der Wissenschaft Braunschweig und Partnern aus der Forschungsregion Braunschweig organisiert.
Weitere Informationen <link http://www.hausderwissenschaft.org/hdw/veranstaltungen/tatsachen/170323_Tatsachen_Erdoel_adieu.html - external-link-new-window "Opens external link in new window">finden Sie hier</link>

]]></content:encoded>
			<category>Pressemeldung</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 17 Mar 2017 11:18:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Science is International</title>
			<link>https://www.dsmz.de//home/details/entry/wissenschaft-ist-int.html</link>
			<description>Statement of the The Alliance of Science Organisations on the immigration ban signed by the...</description>
			<content:encoded><![CDATA[The generation of scientific insights is contingent upon discourse that is forthright, unfettered and international. It hinges on the interdisciplinary personal exchange between academic disciplines, nations and cultures. The executive order signed by the President of the United States this past Friday is a sweeping discrimination of human beings based on their ethnicity and consequently also an act of aggression against the fundamental values of science. Hence, German Scientific Organizations are extremely concerned about the President’s executive order. It is not a justified tool to use in the necessary fight against terrorism and will gravely impair the international exchange that is of such critical importance for scientific collaboration. 
Albeit the implementation details of the immigration ban into the United States, which applies to citizens of Iraq, Iran, Yemen, Libya, Somalia, Sudan and Syria remain ambiguous, some of the initial consequences are already evident in the field of science: Numerous scientists on global assignments were not granted entry into the United States. As a result, they have been barred from attending scientific conventions, symposiums and seminars. At this point and until further notice, American scientific institutions feel compelled to impose a travel freeze for their students and researchers for their own protection. 
Reliability and dependable planning/scheduling options of its social contexts are indispensable factors for international science and research. Currently, the consequences of this move towards isolationist policies are not yet foreseeable; however, they will definitely be vast and extend well beyond the United States as a nation of science. Especially in times of international crises, science is a valuable link between nations, which must be protected with great urgency. Consequently, the German Scientific Organizations call upon the U.S. government to immediately repeal the immigration ban. The organizations will of course support the scientists affected by the executive order who work for them as well as their cooperative partners in America. The organizations are pushing for an expeditious clarification of the executive order’s legal implications and will be at the disposal of the German and American contacts to discuss the matter as part of the transatlantic dialog.

<b>The Alliance of Science Organisations </b>
The Alliance of Science Organisations in Germany is a union of the most important German research organisations. It issues statements relating to research policy and funding and the structural development of the German research system. Members of the Alliance include: 
<ul><li>Alexander von Humboldt Foundation</li><li>Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG, German Research Foundation)</li><li> Fraunhofer-Gesellschaft</li><li>German Academic Exchange Service</li><li>German Council of Science and Humanities (Wissenschaftsrat)</li><li>German National Academy of Sciences Leopoldina</li><li>German Rectors’ Conference</li><li>Helmholtz Association of German Research Centres</li><li>Leibniz Association</li><li>Max Planck Society</li></ul>]]></content:encoded>
			<category>Pressemeldung</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 03 Feb 2017 13:40:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>DSMZ und Joint Genome Institute starten 4. Phase des Großsequenzierungsprojekts “Tausend mikrobielle Genome” </title>
			<link>https://www.dsmz.de//home/details/entry/dsmz-und-joint-genom.html</link>
			<description>Ziel des Projekts ist es, bestehende Lücken in der Abdeckung des Stammbaums des Lebens mit...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Wissenschaftler des Leibniz-Instituts DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen und des kalifornischen Joint Genome Institute (JGI) haben ein neues Großprojekt zur Bestimmung des Erbguts von Bakterien gestartet. In den kommenden drei Jahren wollen die beiden Institute gemeinsam das Genom von weiteren eintausend Stämmen von Bakterien und Archaeen mit den bewährten JGI-Methoden sequenzieren und annotieren. Ziel des Projekts ist es, bestehende Lücken in der Abdeckung des Stammbaums des Lebens mit Genomsequenzen zu schließen. Die Ergebnisse sollen nicht nur helfen, die bakterielle Taxonomie auf phylogenetischer Basis zu überarbeiten, sondern auch dazu beitragen, neue biologische Verbindungen zu entdecken und zu identifizieren, die medizinisch oder biotechnologisch genutzt werden können. 
Das KMG-4-Projekt (Kilo Microbial Genomes, eintausend mikrobielle Genome) ist die Fortführung dreier erfolgreicher Vorläufer. In diesen Projekten wurden und werden vor allem die Genome phylogenetisch relevanter Typstämme sowie der ökologisch beziehungsweise biotechnologisch wichtigen Gruppen der Rhodobacteraceae und Actinobacteria sequenziert. Viele Bereiche des mikrobiellen Baum des Lebens sind bislang aber noch nicht genomsequenziert worden. Bei KMG-4 legen die Forscher den Fokus nun auf jene Bakterien und Archaeen, die bisher unberücksichtigt geblieben, aber in metagenomischen Datensätzen stark vertreten sind. Unter einem Metagenom versteht man die Gesamtheit der genomischen Information der Mikroorganismen eines bestimmten Lebensraums. Mit metagenomischen Methoden können Mikroorganismen identifiziert werden, auch wenn sie nicht kultivierbar sind. Lücken in der Genomsequenzierung kultivierter Stämme erschweren dies jedoch für einen guten Teil der Organismen. „Für das neue Projekt haben wir deshalb die Auswahlstrategie geändert und orientieren uns nun direkt an den Problemen bei der Zuordnungen metagenomischer Daten“, so DSMZ-Projektleiter PD Dr. Markus Göker. 
Die neu sequenzierten Genome können gleich in mehrfacher Hinsicht genutzt werden. Zum einen erwarten Göker und seine Kollegen, dass durch die verbesserten Identifikationsmethoden neue Proteinfamilien und vor allem biosynthetische Cluster, beispielsweise zur Produktion von Antibiotika, in den Genomen und Metagenomen beschrieben werden können. „Das vertieft nicht nur unser Verständnis ökologischer Systeme, sondern ist auch interessant für biotechnologische Anwendungen“, erläutert Göker. Darüber hinaus werden die Genomdaten helfen, eine verbesserte Systematik der Bakterien zu erstellen, die auf tatsächlichen Verwandtschaftsmerkmalen beruht. Bislang sind viele Arten falschen Gattungen zugeordnet oder diese unpassenden Gruppen von höherem Rang. Schließlich sollen die Ergebnisse auch dazu dienen, Stämme besser zu charakterisieren und diese Informationen der wissenschaftlichen Gemeinschaft bereitzustellen. 
 Das Projekt: „The One Thousand Microbial Genomes Phase 4 Project (KMG-4) – sequencing the most valuable type-strain genomes for metagenomic binning, comparative biology and taxonomic classification“ startete im Januar 2017 und hat eine Laufzeit bis Ende 2019. 

<b>Wissenschaftlicher Kontakt </b><br />PD Dr. Markus Göker <br />Arbeitsgruppe Phylogenomik <br />Tel.: 0531 2616-272 <br />E-Mail: markus.goeker@dsmz.de 
<b>Pressekontakt: </b><br />Christian Engel <br />Leiter Presse und Kommunikation <br />Tel. 0531 2616-300 <br />Fax 0531 2616-418 <br />E-Mail christian.engel@dsmz.de 
Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH <br />Inhoffenstraße 7 B <br />38124 Braunschweig <br />Deutschland / Germany]]></content:encoded>
			<category>Pressemeldung</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 27 Jan 2017 10:28:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wissenschaftsministerin Heinen-Kljajić besucht Leibniz-Institut DSMZ</title>
			<link>https://www.dsmz.de//home/details/entry/wissenschaftsministe.html</link>
			<description>Ministerin zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt des Bestands und der Forschungsarbeiten</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur Dr. Gabriele Heinen-Kljajić besuchte heute, 11. Januar 2017, das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung für Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH in Braunschweig. Sie informierte sich dabei über die Arbeit von Deutschlands wichtigstem Zentrum zur Bereitstellung, Erforschung und Nutzung von mikrobieller Diversität. Fast 60.000 Bakterien, Pilze, Zellkulturen und weitere mikrobielle Ressourcen werden an der DSMZ in lebensfähigem Zustand konserviert und aufbewahrt. 
Ministerin Heinen-Kljajić zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt des Bestands und der Forschungsarbeiten: „Die DSMZ ist ein wichtiger Forschungspartner auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften am Standort Niedersachsen. Ihre Sammlung zählt weltweit zu den größten Sammlungen von Mikroorganismen und Zellkulturen. Damit liefert die DSMZ notwendige Bioressourcen etwa für Gesundheitsforschung oder Bioökonomie.“ 
Professor Jörg Overmann, geschäftsführender Direktor der DSMZ, gab einen Überblick über aktuelle Erfolge und Schwerpunkte des Instituts und diskutierte mit der Ministerin über Zukunftsperspektiven, wie der Möglichkeit, die DSMZ als Deutschlands erste registrierte Sammlung nach den Vorgaben des Biodiversitätsabkommens der Vereinten Nationen zu etablieren. 
 Beim anschließenden Rundgang erhielt Heinen-Kljajić einen Einblick in die Arbeitsbereiche Sammlung und Forschung. Im Archiv der DSMZ lagern Kulturen von rund 80 Prozent aller bekannten Bakterienarten. Sie werden in über 300.000 Glasampullen bereitgehalten. Dr. Rüdiger Pukall, Kurator der Abteilung Mikroorganismen, erläuterte die besonderen Verfahren zur Gefriertrocknung mit der die Kulturen an der DSMZ dauerhaft konserviert und so für den Versand in die ganze Welt bereitgehalten werden. Mit jährlich über 40.000 verschickten Kulturen ist die DSMZ ein wertvoller Dienstleister für die internationale mikrobiologische Forschung. 
Technische Assistentinnen aus dem Forschungsbereich der DSMZ führten die Ministerin durch ein modernes Forschungslabor und stellten neue Methoden zur Kultivierung und Isolierung bislang unbekannter Bakterienarten vor. Der Großteil der bakteriellen Vielfalt ist bis heute unentdeckt. Jede Kultivierung einer neuen Art bietet die Chance auch neue Wirkstoffe oder chemische Verbindungen zu entdecken, die etwa die Grundlage für ein neues Medikament oder ein neues Produkt darstellen. 
Zum Abschluss stellte Dr. Boyke Bunk, Leiter der Abteilung Bioinformatik, die an der DSMZ vorhanden Möglichkeiten zur DNA-Sequenzierung vor. Die Bestimmung des bakteriellen Erbguts ist aus dem Alltag der Lebenswissenschaften nicht mehr wegzudenken. Die DSMZ gehört schon jetzt zu den führenden Instituten bei der Bestimmung kompletter bakterieller Genome. Seit Ende 2016 verfügt die DSMZ über zusätzliche Sequenzierautomaten, die nun auch sogenannte Metagenom-Analysen möglich machen mit denen das Erbgut ganzer Bakteriengemeinschaften in natürlichen Proben oder Patientenmaterial ermittelt werden kann. ]]></content:encoded>
			<category>Pressemeldung</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 11 Jan 2017 14:25:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>The Nagoya Protocol Creates Disadvantages for Many Countries when Applied to Microorganisms</title>
			<link>https://www.dsmz.de//home/details/entry/the-nagoya-protocol.html</link>
			<description>The international agreement is unlikely to generate revenues for developing countries, but instead...</description>
			<content:encoded><![CDATA[The currently restrictive implementation of the Nagoya Protocol threatens to hinder basic microbiological research and is likely to achieve the exact opposite of the Protocol’s stated goals. Instead of facilitating the “fair and equitable sharing of benefits arising from the utilization of genetic resources” the Protocol’s enforcement might actually exclude developing countries and their scientists from international research and collaboration, according to Professor Jörg Overmann and Dr. Amber Hartman Scholz of the Leibniz Institute DSMZ - German Collection of Microorganisms and Cell Cultures. Their analysis of the situation was recently published in Trends in Microbiology, a well renowned journal in the field. 
This discrepancy is related to certain basic concepts of the Nagoya Protocol that do not apply to microorganisms. For example, there are no geographical hotspots of microbial diversity, as there are for higher plants and animals. “Most bacteria are true cosmopolites; they are found practically everywhere in the world,” says DSMZ Managing Director Overmann. An unintended result of the Protocol is that scientists will avoid countries with impractical regulations for sampling and studying microorganisms. Thus, Overmann and Scholz expect that there will be less international collaboration and knowledge transfer to developing countries, not more, as intended by the Protocol. 
The situation is exacerbated by unrealistic perceptions regarding the commercial value of microbial resources. “There seems to be the notion that many bacteria harbor a million-dollar substance,” says Overmann. “This makes many countries protect their resources like gold mines, strictly regulating any access to them.” Statistically, however, about only 1 in 100,000 bacterial strains will provide the basis for a pharmaceutical product, while isolating and characterizing a single strain with novel properties can cost up to 10,000 euros. Even large pharmaceutical companies now avoid the financial risk of spending up to a billion euros to isolate a single suitable microorganism. 
Instead, it usually falls to basic microbiological research to discover novel microorganisms and to study and understand their characteristics. However, strict regulations imposed by the Nagoya Protocol more and more often hinder just this type of basic research. “The Protocol is based on a far too broad definition of the term ‘use’,” says Overmann. Under the Protocol, &quot;use&quot; pertains not only to commercial uses, but to all forms of basic research, including the depositing of strains in public collections. Microbiological research, however, usually does not come with commercial interests attached, and in those rare cases in which a strain is commercially used, depositing the strains in public collections would actually guarantee the traceability of the resource, enabling subsequent negotiations with the country of origin. 
To date, 80 countries have ratified the Nagoya Protocol. Overmann and Scholz hope that the countries ratifying the Protocol next will implement it in more balanced ways, allowing all parties involved to be able to benefit. “Countries that take a rigid stance on this issue, misinterpreting scientific curiosity as commercial interests or even biopiracy, will miss out on opportunities for their own research and development,” according to Overmann. They will experience severe disadvantages compared with countries striving for trust-based, scientifically informed, collaborative, and efficient approaches to implementing the Nagoya Protocol. The latter countries, Overmann thinks, will benefit from research and development, and will experience significant competitive advantages in both science and bio-economics, promoting their own future development. 

<b>Background </b>
The Leibniz Institute DSMZ is one of the world’s leading biological resource centers, archiving viable samples of bacterial diversity. It provides authentic, quality-controlled samples to researchers worldwide who order more than 40,000 products annually from DSMZ. DSMZ serves as a depository for microorganisms. Newly characterized bacterial species must be deposited in two public collections before they can be officially described. The public collections then make them available to the scientific community, enabling the verification of published research results. In addition to its depository function, DSMZ runs its own comprehensive microbiological research program. 
The Nagoya Protocol is an international supplementary agreement to the UN’s Convention on Biological Diversity (CBD). Its goal is to regulate the “access to genetic resources and the fair and equitable sharing of benefits arising from their utilization,” briefly referred to as Access and Benefit Sharing (ABS). Specifically, this means that any biological resource, including plants, animals and parts thereof, microorganisms, but also DNA, will be the property of the country from which they originate. The only exemption from this rule covers human samples. Collecting, exporting, and using such resources require appropriate permits issued by the respective country of origin. The Nagoya Protocol entered into force on October 12, 2014, and a corresponding German law entered into force on July 1, 2016. 

Further Information
Article: Microbiological Research Under the Nagoya Protocol: Facts and Fiction: <link http://www.cell.com/trends/microbiology/fulltext/S0966-842X%2816%2930164-0 _new>http://www.cell.com/trends/microbiology/fulltext/S0966-842X%2816%2930164-0</link> <br /><link 904 - internal-link "Opens internal link in current window">Deposit of biological material at the DSMZ: Compliance with the Nagoya Protocol </link>]]></content:encoded>
			<category>Pressemeldung</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 05 Dec 2016 10:05:00 +0100</pubDate>
			
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